Häufige Fragen
Zusammenarbeit
Wie beginnt die Zusammenarbeit mit Lyte Advisory?
Mit einem Gespräch über einen konkreten Vorgang: eine wiederkehrende Rückfrage, einen fehleranfälligen Ablauf, eine Entscheidung, die immer wieder liegen bleibt. Daraus klären wir gemeinsam, welcher Bereich betrachtet werden soll und welche Entscheidung am Ende ansteht. Der erste Auftrag ist meist ein abgegrenzter Ausschnitt, nicht das ganze Unternehmen.
Für wen ist das Angebot gedacht?
Für Inhaberinnen, Inhaber und Geschäftsführungen gewachsener mittelständischer Unternehmen, in denen die Abläufe mit dem Wachstum nicht mehr mitkommen: mehr Abstimmung, mehr Nacharbeit, mehr Entscheidungen, die oben landen. Auch die Vorbereitung einer Unternehmensübergabe gehört dazu.
Ist das klassische Prozessberatung?
Nein. Die Prozesse sind unser Einstieg, weil sich dort am schnellsten zeigt, wo Zeit und Geld gebunden werden. Was wir dann finden, betrifft fast immer die Organisation: Zuständigkeiten, die niemand festgelegt hat, Entscheidungen, die zu weit oben landen, Wissen, das an einer Person hängt, Bereiche oder Gesellschafter, die aneinander vorbeiarbeiten. Daran arbeiten wir mit den Beteiligten weiter: Rollen, Entscheidungswege, Zusammenarbeit. Über die Prozesse kommen wir in die Organisationsentwicklung.
Müssen wir das ganze Unternehmen betrachten lassen?
Nein. Wir beginnen mit einem abgegrenzten Leistungsbereich und einer konkreten Frage, zum Beispiel der Auftragsabwicklung oder der Angebotserstellung. Umfang und Dauer vereinbaren wir auftragsbezogen; feste Pakete oder Laufzeiten gibt es nicht.
Wie nehme ich Kontakt auf?
Über unsere Kontaktseite: per Nachricht, telefonisch oder per E-Mail. Das erste Gespräch dient der gegenseitigen Einschätzung und ist unverbindlich.
Zeitbedarf, Kapazität und Kosten
Warum kostet der eine Auftrag mehr als der andere, obwohl beide gleich aussehen?
Weil Rückfragen, Korrekturen, Sonderwünsche und Wartezeiten den Zeitbedarf verändern, ohne dass die Auftragsliste das zeigt. Erst die Betrachtung der tatsächlichen Arbeit macht sichtbar, wie viel Zeit ein Vorgang bei wem bindet, wie oft der Sonderfall auftritt und was das mit den Kosten der beteiligten Stellen im Jahr bedeutet.
Wir haben keine Zeiterfassung. Woher kommen dann die Zahlen?
Aus drei Quellen: aus vorhandenen Systemen wie Auftragsbearbeitung oder Kostenrechnung, aus kurzen Erhebungen in den betroffenen Bereichen und aus begründeten Schätzungen der Menschen, die die Arbeit machen. In jeder Auswertung bleibt erkennbar, was gemessen, was geschätzt und was noch offen ist.
Ist freigewordene Zeit eine Einsparung?
Nicht automatisch. Freie Kapazität wird erst dann zahlungswirksam, wenn eine Stelle nicht nachbesetzt, eine Leistung nicht mehr zugekauft oder mehr Umsatz mit derselben Mannschaft bewältigt wird. Deshalb betrachten wir freigewordene Zeit, nutzbare Kapazität und tatsächlich vermiedene Ausgaben getrennt und versprechen keine pauschale Kostensenkung.
Geht es darum, Fehler einzelnen Mitarbeitenden zuzuordnen?
Nein. Wiederkehrende Fehler sind für uns ein Hinweis auf organisatorische Bedingungen: unklare Übergaben, fehlende Zuständigkeiten, Informationen, die zu spät ankommen. Wir betrachten Zeitbedarf je Vorgang und Stelle, nicht die Leistung einzelner Personen. Mit Betriebsrat und Datenschutzbeauftragten sprechen wir vorab, wenn Sie das wünschen.
Brauchen wir dafür neue Software?
Nein. Die Betrachtung kommt ohne neue Technik aus. Ob eine technische Anpassung sinnvoll ist, zeigt sich erst, wenn klar ist, welcher Vorgang wie oft welchen Aufwand verursacht und woran das liegt. Wenn ja, liefert die Betrachtung die Anforderungen aus dem Arbeitsalltag gleich mit. Wir verkaufen keine Software und verdienen an keiner Einführung.
Unternehmensnachfolge
Wann sollte ich mit der Vorbereitung meiner Unternehmensnachfolge beginnen?
Möglichst ein bis zwei Jahre vor der geplanten Übergabe. In diesem Zeitraum lässt sich klären, was heute an Ihrer Person hängt, und Verantwortung Schritt für Schritt übertragen. Wer früher beginnt, hat mehr Spielraum; wer später beginnt, kann trotzdem anfangen. Der erste Schritt ist in jedem Fall ein Gespräch über die Ausgangslage.
Mein Unternehmen hängt stark an mir. Wie wird es übertragbar?
Indem sichtbar wird, was tatsächlich an Ihnen hängt, und Verantwortung übertragen wird. In der Zusammenarbeit geschieht das in fünf Schritten:
- Ausgangslage klären: Wer will, wer kann, wer soll? Welche Rolle behalten Sie?
- Abhängigkeiten sichtbar machen: Welche Leistungen, Entscheidungen, Freigaben und Beziehungen laufen über Sie, und wie viel Zeit binden sie dort?
- Verantwortung festlegen: Zuständigkeiten, Entscheidungsregeln und Vertretungen werden mit den Menschen besprochen, die sie tragen sollen.
- Übertragen und erproben: Rolle für Rolle im laufenden Betrieb, nicht am Reißbrett.
- Verankern: Die neue Verteilung wird gelebt und regelmäßig überprüft.
Am Ende kann das Unternehmen ohne Ihre ständige Mitwirkung geführt werden, und ein Nachfolger, eine Bank oder ein Erwerber kann nachvollziehen, wie es funktioniert.
Wer begleitet die Übergabe rechtlich und steuerlich?
Die jeweiligen Fachleute: Ihre bestehenden Berater oder Spezialisten, die wir einbinden. Lyte Advisory ist weder Transaktionsberater noch Unternehmensvermittler, Steuerberater oder Rechtsberater, und wir treten nicht als Mediator im Sinne des Mediationsgesetzes auf. Wir sorgen dafür, dass die Beiträge der Fachleute zum vereinbarten Zielbild passen und zeitlich ineinandergreifen.
Welche Berater können mich bei der Unternehmensnachfolge unterstützen?
In einer Nachfolge wirken in der Regel mehrere Fachleute zusammen:
- Steuerberater für die steuerliche Gestaltung der Übergabe.
- Rechtsanwälte und Notare für Verträge und die rechtliche Übertragung.
- Wirtschaftsprüfer oder Bewerter für die Unternehmensbewertung.
- Bei einem Verkauf: Transaktionsberater.
- Eine Begleitung, die klärt, was im Unternehmen an wem hängt, und die Übergabe im Betrieb vorbereitet.
Den letzten Punkt übernimmt Lyte Advisory: die persönliche Klärung zwischen den Beteiligten und die Übertragung von Wissen, Entscheidungen und Verantwortung im Unternehmen.